Warum mit Modulen entwickeln ?

Mit Modulen entwickeln

Mit Modulen kann man sehr schnell und günstig entwickeln da diese geballtes Expertenwissen enthalten. Module sind keine Projekte sondern Produkte, Zuverlässigkeit und Dokumentation ist also gegeben. Allerdings sind Module nicht optimal, leisten also stets weniger als für ein optimales also hochoptimiertes Produkt notwendig. Ist dein Interesse geweckt so lese bitte hier weshalb für Start-ups oder Ideenschmieden Module wichtig sein können und wie der Weg zu einem optimalen und vom Markt akzeptierten Produkt aussehen kann.

In der heutigen Zeit schreitet die Technik enorm schnell voran. Nicht modular zu entwickeln heißt sich mit vielen kleinen Details befassen zu müssen und sich zudem häufig auf Neuland zu bewegen. Neuland bedeutet Unsicherheit und Verzögerungen. Das kostet Geld und vor allem Zeit. Zum Leidwesen deutscher Ingenieure welche für Detailverliebtheit und Perfektion bekannt sind ist aber Zeit der wichtigste Einflussfaktor. Im Zeiten der Digitalisierung gewinnt meist wegen dem Netzwerkeffekt der Anbieter welcher am schnellsten ein Grundprodukt mit wirklichem Nutzen bereitstellen kann. Leider hat kaum ein Mensch eine Ahnung welche Produkte tatsächlich angenommen werden und welche nicht.

Die im Silicon Valley praktizierte und durch Google, Facebook, Apple & Co. empirisch durch Erfolg bestätigtes Vorgehen ist es daher den Durchfluss an Projekten so weit wie möglich zu erhöhen. Von den vielen Projekten bleiben dann ein paar wirklich vielversprechende übrig und bewähren sich im Markt.

Ein Startup wird also anhand der Zeit welche Sie zum Lernen von Fehlern benötigt gemessen. Ein sehr begrenztes Kapital wird hierbei aufgebraucht (burn-rate) um ein Minimal-Produktprotoyp (Minimum Viable Produkt) agil zu entwickeln und im Markt zu platzieren. Klappt es nicht so muss man schnell das Produkt ändern (Pivoting) und es erneut versuchen… bis es klappt oder man die Lust verliert. Letzteres ist leider gar nicht so unwahrscheinlich jedoch bieten Module eine super Möglichkeit hier entgegenzuwirken.

Hat man dann ein vielversprechendes Produkt gefunden so werden deutsche Ingenieure auch glücklich, es darf optimiert und perfektioniert werden. Zuvor hätte man ein Produkt optimiert welches es womöglich nie in der Markt geschafft hätte und durch die gebunden Resourcen nie die Möglichkeit gehabt das Erfolgsprodukt zu entdecken.

Ein gutes Beispiel hierfür sind WLAN Module. Diese verfügen über HF Design in der PCB Antenne und einen eingebauten TCP/IP Stack mit vielfältigsten Möglichkeiten. Beides erfordert enorme Experten für die korrekte, konforme und zuverlässige Entwicklung. Solche Experten und Ihre Software und Hardwaretools sind für Privatpersonen und kleinere Betriebe unerschwinglich. In Modulen steckt also teils ein enormes Expertenwissen, der Hersteller kann aber die kolossalen Entwicklungskosten auf sehr hohe Stückzahlen umlegen da die Module sehr häufig verkauft werden. Unter dem Strich kostet ein WLAN Modul dann nur ein paar Euro.

Die durch Module entwickelten Systeme sind äußerst preisgünstig. Preisgünstig da in enormen Stückzahlen hergestellt wird und so Skaleneffekte genutzt werden können. Es gibt ja nicht nur einen Abnehmer sondern weltweit Millionen von Nutzern.

Da ein großer Nutzerkreis sich mit den Modulen beschäftigt sind diese häufig im Feld erprobt, es gibt daher eine große Auswahl an Erfahrungswerten. Nutzerkreise bilden sich und dokumentieren global die Produkte im Netz. Falls ein Problem auftauchen sollte so hat dies jemand schon vermutlich gelöst oder sich zumindest Gedanken darum gemacht. Module lassen einem also nicht alleine im Regen stehen.

… optimiert. Das ist ihr größter Nachteil. Ein Modul deckt meist einen großen Lösungsraum ab und kann so den Bedürfnissen von den meisten Anwendern gerecht werden. Aber: ein aus Modulen gebautes System wird nie die Zuverlässigkeit und Performance (Größe, Effizienz, etc.) von einem Individualsystem erreichen. Oder hast du bereits ein iPhone aus freien Modulen zusammengebaut gesehen?

… immer für alle Anwendungen vorhanden. Hast du eine ganz spezielle Applikation? In einigen Fällen ist dann kein Modul hierfür vorhanden. Eine Strategie ist es dann diesen Funktionsblock zu isolieren und selbst als Modul zu entwickeln. Das ist dann zwar ein Unterprojekt aber außerhalb dessen gelten die Vorteile der Module natürlich weiterhin.

Wir möchten daher vorschlagen zuerst ein Produkt schnell und wirtschaftlich mit Modulen zu entwickeln. Durch die Wissenskapselung kann das jeder Ingenieur im eigenen Hobbykeller oder wenn es schneller gehen soll mit professioneller Hilfe (und am besten mit geliehenen aber hochwertigen Tools um möglichst wenig Kapital zu binden) ein tolles Produkt entwickeln. Das ist effizient da die Tools die Fähigkeiten haben müssen welche gefordert sind und zudem komfortabel zu bedienen sind. Es ist unter Umständen zu spät, falls ein anderen Marktteilnehmer zwar ein paar Euro mehr ausgegeben hat aber eine Vormachtstellung im Markt erarbeiten konnte. Gegen ebay, google & Co. ist nun kaum mehr ein Kraut  gewachsen, denn in der Digitalisierung und der Internetökonomie gilt häufig „the winner takes it all“.

Agile Methoden eignen sich nach unserer Erfahrung am besten da diese speziell bei nicht vollständig definierten Projekten schnell zu guten Lösungen führen.

Besteht ein Produkt die Feuertaufe im Markt, so sollte es möglichst schnell optimiert werden um sich im Markt weiterhin behaupten zu können. Für gute Ideen finden sich stets schnell Nachahmer. Hier kommen eine Vielzahl von Methoden zum Einsatz und es lohnt sich entsprechende Investments zu tätigen. Falls ein Projekt Resonanz findet so ist die Kapitalbeschaffung heutzutage dank Kickstarter und Indigogo recht einfach und riskikoarm möglich.

Was meist du zu diesem Ansatz? Gerne diskutieren wir mit dir darüber und entwickeln zusammen mit euch Produkte nach euren Vorstellungen.

Startup und günstige Entwicklung mit Modulen

Während früher unfassbare Summen an Geldern notwendig waren um Produkte zu entwickeln hat sich das heute dramatisch geändert. Eines der Gründe hierfür ist frei verfügbare Software sowie gute und günstige Tools. Die Industrie hat sich auf die Start-up Szene eingestellt und unterstützt die Idee von "Innovation vor Investment und Assets" durch beispielsweise kurze Leihzeiten von Software und Hardware. Um heutzutage ein erfolgreiches Produkt auf den Markt zu bringen benötigt man nicht mehr die Unterstützung der alles dominierenden Branchenriesen für Vertrieb und Entwicklung. Laut "Exponential Organizations" von Salim Ismail sind die Kosten für einen Silicon Valley Start-up wegen diverser Gründe von 15 Million US-Dollar im Jahre 1995 auf aktuell 100.000 USD gesunken. Ein weiterer Grund für den Erfolg dieser Methodologie sind Module für Software und Hardware welche eine relativ risikolose Entwicklung und Test von Ideen ermöglicht. Ein Produkt mit Modulen zu entwickeln ist recht günstig und man erhält im Internet schnell Feedback ob sich eine Massenherstellung lohnt. Einfache Produkte lassen sich bereits für ein paar Tausend Euro so weit entwickeln, dass ein Kundenkreis angesprochen und über beispielsweise Kickstarter oder Indigogo finanziert industrialisiert werden kann.

Digitalisierung für Bequemlichkeit und Effizienz

Absehbar ist ebenfalls, dass Elektronik, Sensoren, Aktoren, Software und Algorithmen unser Leben einfacher, berechenbarer, sicherer, bequemer und effizienter machen sollen. Diesem Trend kann man folgen und so zu Besitzern von projektspezifischen Daten werden oder andere Unternehmen  nehmen sich dem an. Entwickelt man also ein Produkt so sollte man bereits im Vorfeld überlegen wie man maximalen wirklichen Kundennutzen generieren und dabei Daten sammeln kann. Macht man dies geschickt so hat kein Kunde einen Nachteil davon, allerdings das beteiligte Unternehmen sehr wohl.  Durch die Daten kann das Produkt verbessert werden und neues Wissen gebildet werden. Optimaler Weise stellt man diese Daten anonymisiert der  ganzen Welt zur Verfügung und wird so ein unverzichtbarer Teil der Ökonomie. Wichtig ist hierbei die Sicherheit und Anonymisierung der Daten sodass niemals ein Nutzer anhand der Daten einen Nachteil widerfahren kann.

IOT - Internet of Things

Die IoT (Internet of Things) Revolution steht noch am Anfang, nach und nach durchdringt die Digitalisierung aber weite Bereiche unseres Lebens. Hierbei sammeln smarte Sensoren Daten welche automatisch ausgewertet werden um Erkenntnisse zu generieren und Aufgaben zu automatisieren. In dem Rennen um die Digitalisierung zählen Ideen und Schnelligkeit gleichermaßen da durch Netzwerkeffekte sich häufig ein Anbieter behauptet und alle anderen weit hinter sich lässt, the winner takes it all. Ebenso verlagert sich die kostenintensive bezahlte Datenerhebung in automatisierte benutzergetriebene Erhebung. Beispielsweise kann man Mitarbeiter den ganzen Tag durch die Stadt fahren um die Temperatur an diversen Messstellen zu erfassen oder man installiert sehr viele Sensoren an vielen Messpunkten. Das wäre die klassische Herangehensweise und ist sehr kapitalintensiv durch die Bezahlung von Mitarbeitern und Invest in viel Hardware. Besser in die heutige Zeit passt es beispielsweise auf Straßenbahnen jeweils einen IoT Smartsensor zu installieren welcher automatisch den ganzen Tag durch die Stadt bewegt wird und so nebenbei die Temperatur und andere Parameter misst um diese in das Internet zu übertragen. Alternativ kann man auch versuchen eine Menge an Nutzern zu motivieren ihre privaten Messungen per Smartphone oder eigener Hardware zur Verfügung zu stellen. In beiden Fällen werden die Kosten der Datenerhebung und dem zu tätigenden Invest eliminiert oder reduziert und die Erhebung automatisiert.